Klein aber oho! Unsere Ausstellungsempfehlungen im Juni

Wir präsentieren euch jeden Monat frisch und unverbraucht die besten Geheimtipps in der Kunst- und Kulturlandschaft, die man beim Wettbuhlen der großen Museen glatt übersehen könnte. Ganz nach dem Motto: klein, aber oho!

artspring 2019
Stadtbezirk Pankow
30. April – 2. Juni 2019 | Eintriff frei

Ca. 300 Künsteler*innen öffnen einen Monat ihre Ateliers. Am kommenden Wochenende ist nochmal Zeit, einige von ihnen zu besuchen:
Am Wochenende des 1. und 2. Juni 2019 präsentieren in Prenzlauer Berg, Weißensee und Pankow ansässige Künstlerinnen sich und ihre Arbeiten in offenen Ateliers.

Hybrid Sculptors – der (un)sichtbare Garten
Schloss Biesdorf
Rauminstallation im Heino-Schmieden-Saal | 1. – 2. Juni 2019 | 12:00-20:00 Uhr | Eintritt frei

Die Künstler Keez Duyves (NL) und Thomas Bratzke der Gruppe Hybrid Sculptors erschaffen im Schloss Biesdorf einen virtuellen Blütengarten mit Hilfe der Technik der „Erweiterten Realität“ (engl. Augmented Reality (AR)). Reale Pflanzen und Gegenstände aus der Welt des Gärtners erhalten eine zusätzliche räumliche Ebene, die über Projektionen sichtbar werden. Dieser Prozess wird musikalisch begleitet. Die Besucher aller Altersstufen sind eingeladen, das Werden dieser virtuellen Installation zu begleiten.

Künstlerinnen im Dialog – Freiheit der Formen . Kühnheit der Farben
Das Verborgene Museum
11. April – 11. August 2019 | Donnerstag & Freitag 15 – 19 Uhr | Samstag & Sonntag

Während weiblichen Künstlerinnen der Zugang zum Kunststudium bis zur Gründung der Weimarer Republik 1919 verwehrt blieb, war der deutsch-lettische Maler Johann Walter-Kurau, der Anfang des 20. Jahrhunderts in Dresden und Berlin eine Malschule betrieb, ein wichtiger Förderer weiblicher Malerinnen. Die Ausstellung zeigt farbenfrohe Gemälde der Künstlerinnen, die bei Johann Walter-Kurau studiert haben.

Straying from the Line
Schinkel Pavillon
13. April – 28. Juli 2019 | Donnerstag – Sonntag 12 bis 18 Uhr

Aus einer erweiterten Perspektive auf die Vielstimmigkeit feministischer Tendenzen in der Kunst der vergangenen 100 Jahre zeigt die Ausstellung Straying from the Line Arbeiten verschiedener Künstlerinnen, die ein Netzwerk verschiedener Bezüge zwischen ästhetischen und politischen, geographischen und historischen heterogenen Perspektiven sichtbar werden lassen. 

Guido van der Werve – Number eight, nine, twelve, thirteen, fourteen, seventeen
Fluentum
25. April – 22. Juni 2019 | Samstags 11 – 14 Uhr | Eintritt frei
In der Clayallee in Dahlem, ganz in FU-Nähe hat fernab vom Mitte- und Potsdamerstraße-artsy-Gallery-Trubel wird während des Gallery Weekends ein neuer Ausstellungsort eröffnet. Fluentum befindet sich in einem eindrucksvoll hergerichteten NS-Bau, der bis 1994 als US-Armeehauptquartier diente. Momentan werden sechs Videoarbeiten von dem Holländer Guido van der Werve auf zwei Etagen ausgestellt. Euch erwarten poetische Bilder, die sich mit Sehnsucht, Melancholie und der Prekarität des Lebens beschäftigen, Werve ergänzt diese mit klassischer Musik. In dem Marmorinterieur des Gebäudes entsteht so eine fast sakrale Atmosphäre.

Fictional Nature
Bärenzwinger Mitte
7. Mai – 28 Juli 2019 | Dienstag – Sonntag 11–19 Uhr | Eintritt frei

SoundPerformance by Víctor Mazón Gardoqui | 05. Juni 2019 | 19 Uhr
Was ist Natur? Und wie wird sie betrachtet und verstanden? Welche Handlungen erwachsen aus einer bestimmten Perspektive auf die Natur und könnten sie nicht auch ganz anders sein? Im Rahmen des Programms „Fictional Odyssey“ im Bärenzwinger zeigt die Ausstellung „Fictional Nature“ vier künstlerische Positionen, die sich mit der menschlichen Konstruktion von Natur und den damit verbundenen Erzählungen auseinandersetzen.

World Press Photo 19
Willy-Brandt-Haus
30. Mai – 23. Juni 2019 | Dienstag – Sonntag 12 bis 20 Uhr
Eintritt frei

Der diesjährige Preisträger des weltweit größten und renommiertesten Wettbewerbs für Pressefotografie ist der US-Fotograf John Moore. Sein Foto „Crying Girl on the Border“ zeigt die weinende Yanela Sanchez aus Honduras, das Moore in Texas aufnahm, während die Mutter des Mädchens von einem US-Beamten gefilzt wurde.
Die Ausstellung umfasst alle Arbeiten der bisher 42 Preisträger*innen des jährlich verliehenen Awards.

Kunstfestival 48 Stunden Neukölln
14. – 16. Juni 2019
Der Countdown läuft: das diesjährige Kunstfestival steht thematisiert mit „Futur III“ das Paradoxon des Rückblicks auf eine abgeschlossene Zukunft.
Als Forum für künstlerische Projekte aus allen Bereichen der Berliner Kunstszene werden Werke präsentiert, die einen Beitrag zu aktuellen gesellschaftlichen Themen leisten und reflektieren.

Titelbild: Ulrich Vogl, Out of the Dark, Newsroom, Foto: Eric Tschernow

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