„Bestandsaufnahme Gurlitt“: Die Büchse der Pandora

Text und Bild von Magdalena Lösch

Während der Chef des Verfassungsschutzes aufgrund seines Fehlverhaltens, seiner politischen Befangenheit und seiner Falschaussagen vor dem deutschen Parlament zunächst zum Staatssekretär befördert und dann doch nur zum Sonderbeauftragten im Bundesinnenministerium ernannt wurde, eröffnete im Martin Gropius Bau die dritte und letzte Station der Ausstellung „Bestandsaufnahme Gurlitt“, die den Schwabinger Kunstfund erstmalig in Berlin zeigt. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ziemlich viel. Denn während sich die Fälle zu häufen scheinen, in denen unabhängig arbeitende Institutionen plötzlich politisch agieren, Fälle, die den Verdacht nähren, dass einzelne Behörden von höchster Stelle übergangen oder unter Druck gesetzt werden, entwickelt sich die Causa Gurlitt still und heimlich hinter den Kulissen der sauberen Museumsarchitektur zu eben einem dieser Politthriller.

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