Klein aber oho! Unsere Ausstellungsempfehlungen im August

Wir präsentieren euch jeden Monat frisch und unverbraucht die besten Geheimtipps in der Kunst- und Kulturlandschaft, die man beim Wettbuhlen der großen Museen glatt übersehen könnte. Ganz nach dem Motto: klein, aber oho!

Paper Bullets: 100 Jahre politische Sticker aus aller Welt
Galerie neurotitan
14. Juli  – 3. August 2019 | Mo – Sa 12 – 20 Uhr  | Eintritt frei
Finissage: Samstag, 3. August | 17 Uhr

Wie werden Themen wie Arbeits- und Arbeitnehmerrechte, Gender, Sexualität, Rassismus, Überwachung, Kriege und Konflikte, Umweltschutz und Polizeigewalt in den öffentlichen Raum getragen? Seit etwas mehr als 100 Jahre haben Sticker den öffentlichen Raum und seine vielfältigen Orte erobert.
Kommenden Samstag habt ihr die letzte Möglichkeit politische Sticker aus Kanada, Ägypten, England, Deutschland, Indonesien, Spanien, Ukraine, USA und weiteren Ländern in einer Ausstellung zu sehen.

MILCHSTRASSENVERKEHRSORDNUNG
Kunsthaus Bethanien
2. August – 15. September 2019 | Di – So | 14 – 19 Uhr  | Eintritt frei
Eröffnung: Donnerstag, 1. August 2019, 19 Uhr

Ein neues Weltraumzeitalter ist angebrochen. In 2019 boomt die Raumfahrtbranche wie nie zuvor. Auch in der Kunst haben Bilder entfernter Galaxien und des Weltraums wieder Hochkonjunktur. Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen, ist der Weltraum auch Sinnbild des Unbekannten, Unbewussten, einem Dunkel zwischen Gegenwart und Zukunft, das es vorsichtig zu erkunden gilt. Sowohl eine wissenschaftskritische als auch die gesellschaftskritische Dimension der Auseinandersetzung mit dem Weltraum, sind in der Ausstellung zu erwarten. Neben der Bildenen Kunst ist Musik, die sich explizit mit der Thematik „Weltall – Erde – Mensch“ befasst, ein wichtiges Erlebnisfeld der Ausstellung.

Neues Wohnen Neukölln. Wohnquartiere von 1900 bis heute
Mobiles Museum Neukölln
26. Juni bis 11. August 2019 | Mo – Fr | 11 – 20 Uhr | Sa 10 – 13 Uhr | Eintritt frei

Die von Studierenden der TU Berlin konzipierte Ausstellung thematisiert die städtebauliche Vielfalt in den Kiezen Neuköllns. Die Arbeit von Stadtplaner*innen oder Architekt*innen stellte und stellt diese noch immer vor große Herausforderungen. Ihre Ergebnisse prägen das Leben mehrerer Generationen. Am Beispiel von elf Neuköllner Wohnquartieren wird veranschaulicht, welche Ideen in ihrer Entstehungszeit vor den Herausforderungen des Wohnungsbaus realisiert wurden. Gleichzeitig werden sie aus heutiger Perspektive betrachtet.

Collection Night
verschiedene Orte | Freitag 23. August 2019 | 17 –  24 Uhr | Eintritt frei
Es wird eine Nacht voller Einblicke in die Sammlungen der Kunst der Gegenwart in Berlin und noch dazu die erste ihrer Art.  Das genaue Programm ist noch nicht bekannt, was bekannt ist ist wer dabei ist: Boros Collection, Julia Stoschek Collection, Kienzle Art Foundation, me Collectors Room, EAM Collection, Sammlung Bergmeier, Sammlung Haubrok, Sammlung Ivo Wessel, Kunstsaele Berlin, Sammlung Wemhöner, The Feuerle Collection, Wurlitzer Berlin – Pied-à-terre Collection, Fluentum, Sammlung Arthur de Ganay, Museum Frieder Burda, Sammlung Christian Schwarm und Salon Dahlmann. 

Stille Wasser | Seelandschaften zwischen Brandenburg und den Alpen
Museum Charlottenburg-Wilmersdorf 
15. Mai – 15. September 2019 | Di – Fr | 10 – 17 Uhr | Sa, So und an Feiertagen | 11–17 Uhr | Eintritt frei
Um einmal dem Stadtgetöse zu entkommen, bieten sich zahlreiche Seen in und um Berlin an. Stadtflüchtige, die sich jedoch nicht nass machen möchten, um in einen ähnlichen Genuss zu kommen, können sich der Impressionen in der Ausstellung “Stille Wasser” erfreuen. Gezeigt werden Seelandschaften aus der Zeit zwischen 1850 und 1950. Zu sehen sind unter anderem Ansichten aus der Mark Brandenburg, dem Alpenraum und anderen Regionen, die das Thema auf ganz unterschiedliche Weise interpretieren. Die Bilder strahlen eine stimmungsvolle Ruhe aus und sind eine ebenbürtige Alternative zum Tag am See, besonders wenn das Wetter mal nicht mitspielt. 

Zwischen Ausgängen
Galerie Weisser Elephant
8. August – 15. September 2019 | Di – Fr | 11 – 19 Uhr  | Sa 13 – 19 Uhr | Eintritt frei
Eröffnung: Samstag, 3. August, 19 Uhr
Welche Form nimmt Erkenntniserfahrung an, wenn die Lösung, der Ausgang einer Situation oder eines Prozesses noch nicht eingetreten ist? Die Gruppenausstellung untersucht anhand künstlerischer Einzelpositionen und Projekte den Einfluss von Erwartungshaltungen, “die Schwindeligkeiten von Spekulationen, die Vorwegnahme von Erfolg oder Scheitern”. Daniele Sigalot arbeitet etwa verworfene Entwurfsideen in seine Skulptuen ein, während das Archiv der enttäuschten Erwartungen eine Auswahl dessen präsentiert, was nie seinen Eingang in Archive gefunden hat.
Mit Vanessa Farfán, Moritz Frei, Lilian Robl, Daniele Sigalot, Ruth Wolf-Rehfeldt, Archiv der Anonymous Drawings, Archiv der enttäuschten Erwartung, Mail Art Archiv von Ruth Wolf-Rehfeldt und Robert Rehfeldt, Werkbundarchiv – Museum der Dinge

The Garden Bridge
Brücke-Museum
11. August 2019 – 13. Oktober 2019 | Mi – Mo | 11 – 17 Uhr | Eintritt 8 € / erm. 5 €

Vernissage, Finissage und Sommerfest: 11. August |  12 Uhr
Am 11. August lohnt sich der Weg nach Dahlem gleich vielfach! Von 12- 18 Uhr läd das Brücke Museum zum Sommerfest ein. Studierende der Kunsthochschule Weißensee präsentieren Koch-Kunst, es wird einen geführten Waldspaziergang geben, die Finisagge der sehenswerten Ausstellung Flucht in die Bilder und die Vernissage The Garden Bridge.The Garden Bridge ist ein Outdoor-Projekt im Garten des Brücke-Museums kuratiert von Kinderhook & Caracas. Zu sehen gibt es Arbeiten von  Ana Alenso, Kasia Fudakowski, Monika Grabuschnigg, Petrit Halilaj & Alvaro Urbano, Stephen Kent, Nuri Koerfer und Annika Rixen.

Zoologie in Bildern – Die Wandtafeln der Zoologischen Lehrsammlung
Tieranatomisches Theater
31. Mai – 05. Oktober 2019 | 14 – 18 Uhr | Eintritt frei
Während digitale Medien unser heutiges Leben und damit auch die Lehre an Schulen und Universitäten bestimmen, sah das im 19. und 20. Jahrhundert ganz anders aus: in der Ausstellung Zoologie in Bildern im Tieranatomischen Theater sind zoologische Wandtafeln aus dieser Zeit zu sehen. Diese dienten in der Lehre zur Vermittlung der Tier-Anatomie und wurden damals in enger Zusammenarbeit von Forscher_innen und Graphiker_innen gestaltet. Die Ausstellung widmet sich dieser interessante Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst und befasst sich nicht nur aus wissenschaftlicher Perspektive mit Tierkörpern und ihrer Klassifikation, sondern auch mit den jeweiligen künstlerischen Techniken. 

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